TT-Tony
Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) war im Auftakt-Zeitfahren der 78. Tour de Suisse nicht zu schlagen.
Der dreifache Weltmeister absolvierte am Samstag den 9,4 Kilometer langen Kurs von Bellinzona in 13:48 Minuten und war sieben Sekunden schneller unterwegs als der Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Shimano).
Mit 13 Sekunden Rückstand sicherte sich der Australier Rohan Dennis (Garmin-Sharp) Rang drei, weitere drei Sekunden dahinter landete der Schweizer Fabian Cancellara (Trek) auf dem vierten Platz.
Gestern postete Tony bei FB noch …
Ein Zeitfahren, was ich nicht gewinnen muss
Das morgige Zeitfahren bei der Tour de Suisse ist eines von der Sorte, was ich zwar gewinnen will. Ich will am liebsten jedes gewinnen, bei dem ich starte. Aber es ist eben auch eines, was ich mit Blick aufs Profil nicht unbedingt gewinnen muss. Ich denke, dass es sogar einige Fahrer gibt, die immer noch hadern, ob sie mit Zeitfahrmaschine oder Straßenrad starten sollen. Es geht nämlich ziemlich zackig hoch.
Ich bin extra einen Tag eher angereist, um mir den Kurs anzuschauen und zwei bis drei Mal abzufahren. Ich hatte eigentlich gehofft, dass der Kurs schon abgesperrt oder zumindest ausgeschildert ist. Das war leider nicht der Fall. Ich habe mich dann ohne Begleitfahrzeug durch Bellinzona gekämpft und versucht, den Kurs anhand von Hinweisen auf morgige Parkverbote zu erahnen. Ein netter Einheimischer hat mir dann letztlich geholfen und mir die Strecke gezeigt. Den Berg ist er allerdings nicht mit hochgefahren Ich habe ihm als Dank noch eine Trinkflasche geschenkt. Anders konnte ich mich nicht erkenntlich zeigen. Das war wirklich eine nette Bekanntschaft.
Letztlich habe ich mir den kompletten Kurs angesehen und wie gesagt für mich festgestellt, dass ich mit Blick aufs Profil nicht der Topfavorit bin. Es kann morgen auch ein Außenseiter gewinnen zumal Regen für einen Teil des Starterfeldes vorhergesagt wurde. Wir werden sehen.
Ansonsten geht es mir gut, ich konnte gut trainieren, hatte aber wie ihr sicher auch mit der Hitze zu kämpfen. Fünf, sechs Stunden Training bei über 35 Grad sind schon ziemlich zäh. Ich habe mir dann aber wieder den Luxus gegönnt und bin zur Erfrischung in den Bodensee gehüpft.
Bis morgen