John gewinnt Classicissima
Im vergangenen Jahr wurde John Degenkolb (Giant-Alpecin) bei Mailand-Sanremo durch einen Vorderraddefekt vor dem Poggio gestoppt und aller Chancen auf den Sieg beim ersten großen Klassiker der Saison beraubt. Bei der 106. Auflage des mit 293 Kilometern längsten Eintagesrennens des UCI-Kalenders lief beim Frankfurter dafür alles wie am Schnürchen und nach fast sieben Stunden war Degenkolb am Ziel seiner Träume. Nach einer taktischen Meisterleistung ließ der 26-Jährige in der Sprintentscheidung auf der Via Roma Titelverteidiger Alexander Kristoff (Katusha) aus Norwegen sowie den Australier Michael Matthews (Orica-GreenEdge) hinter sich und feierte den bisher größten Erfolg seiner Karriere.
„Letztes Jahr war das hier vielleicht die größte Enttäuschung meiner Karriere“, erinnerte der Mann des Tages im Ziel noch an das bitte Finale der „Classicissima“ 2014. „Umso schöner ist es, hier heute zu gewinnen. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Das ist mein erster Sieg bei einem Monument, ich bin überglücklich. So viele große Namen haben hier auf der Via Roma gewonnen und nun habe auch ich es geschafft“, so Degenkolb, der lange Zeit unauffällig im Feld mitgerollt war, um erst auf den letzten Metern in Aktion zu treten. „Das Finale war sehr hektisch. Ich habe den richtigen Moment erwischt, um kurz vor dem Ziel loszufahren und das Rennen zu gewinnen.“